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CBR-Studie für Straßenentwurf in Weimar – Labor und Feldversuche

In Weimar sehen wir das immer wieder: Der Baugrund am Rande des Ilmtals verhält sich anders als auf den Muschelkalkhöhen um Ettersburg. Wer hier eine Erschließungsstraße oder einen Radweg plant, braucht belastbare Kennwerte – und genau dafür setzen wir die CBR-Studie für Straßenentwurf ein. Wir fahren mit der Belastungspresse raus, verdichten probehalber und messen im Labor nach. Die CBR-Studie für Straßenentwurf zeigt uns, ob der Unterbau hält, was die Ausschreibung verspricht. Gerade bei den Lösslehm-Polstern im nördlichen Stadtgebiet lohnt sich der genaue Blick auf den Verdichtungsgrad, bevor die Asphaltdecke kommt. Unser Labor sitzt nicht weit vom Hauptbahnhof, die Wege sind also kurz.

Der CBR-Wert ist keine reine Laborgröße – er übersetzt die lokale Geologie Weimars direkt in eine Dimensionierungszahl für den Straßenoberbau.

Methodik und Umfang

Die RStO 12 verlangt für den Oberbau klare Verformungsmoduln – der CBR-Wert ist dabei die direkte Eingangsgröße für die Dimensionierung der Tragschicht. In Weimar mit seinen teils bindigen Aueböden entlang der Ilm und den rolligen Kiesen am Hangfuß reicht ein einzelner Kennwert selten aus. Wir kombinieren den Labor-CBR mit Plattendruckversuchen auf der Baustelle und einer Korngrößenanalyse um die Verdichtbarkeit wirklich zu verstehen. Der Versuch läuft nach DIN EN 13286-47, wobei wir die Wasserlagerung exakt auf den zu erwartenden Sättigungsgrad im Planum abstimmen. Die Kurve aus Eindringkraft und Stempelweg verrät uns dann, wie der Tragschichtaufbau gewählt werden muss – und zwar so, dass auch nach zehn Wintern mit Frost-Tau-Wechseln keine Setzungsmulden entstehen. Bei den sandigen Schottern der Travertin-Areale fällt der CBR oft hoch aus; kritisch sind die feinkornreichen Zwischenlagen.
CBR-Studie für Straßenentwurf in Weimar – Labor und Feldversuche

Örtliche Baugrundfaktoren

Ein Fall, der uns in Erinnerung geblieben ist: Ein Wohngebietsausbau am südlichen Hang nahe Oberweimar. Der Baugrund sah auf den ersten Blick tragfähig aus – verwitterter Muschelkalk. Aber schon der erste CBR-Versuch bei Wassersättigung zeigte, dass der tonige Zersatz bei Regenwetter dramatisch an Tragfähigkeit verliert. Der CBR sackte von 25 % auf unter 6 % ab. Wäre die Erschließung ohne CBR-Studie für Straßenentwurf gelaufen, hätte man den frostsicheren Oberbau auf ein Material gesetzt, das sich beim ersten nassen Frühjahr wie Butter verformt. Der Bauträger hat dann auf Bodenaustausch mit 40 cm Grobschlag umgeplant. Das kostet zwar, aber eine aufgerissene Asphaltdecke nach zwei Jahren hätte ein Vielfaches verschlungen und den Ruf des ganzen Quartiers beschädigt. Solche Überraschungen fangen wir im Labor ab, bevor sie auf der Baustelle explodieren.

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Geltende Normen

DIN EN 13286-47 – Ungebundene Gemische: Prüfverfahren zur Bestimmung des CBR-Wertes, RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, ZTV E-StB – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdarbeiten im Straßenbau, DIN 18196 – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke

Weitere Fachleistungen

01

Labor-CBR an gestörten Proben

Wir bereiten das Material nach Sieblinie ein, verdichten auf Proctordichte und lagern vier Tage wassergesättigt. Der CBR-Wert bei 2,5 mm und 5,0 mm Eindringung wird mit Referenzdruck verglichen und als Tragfähigkeitskennwert für die RStO-Dimensionierung ausgegeben.

02

CBR-Feldversuch mit mobiler Presse

In der Baugrube oder auf dem Planum setzen wir die Belastungspresse direkt an. So messen wir die Tragfähigkeit in-situ, ohne Probentransport. Besonders sinnvoll bei wechselnden Schichten, wie wir sie im Ilmtal häufig antreffen.

03

Kombipaket CBR + Plattendruck + Kornkurve

Ergänzend zum CBR führen wir den statischen Plattendruckversuch nach DIN 18134 durch und bestimmen die Kornverteilung im Siebsatz. Das Dreiklang-Paket liefert alle Kennwerte, die ein Prüfingenieur für die Freigabe der Tragschicht verlangt.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
Versuchsdurchmesser Stempel50 mm
Eindringgeschwindigkeit1,27 mm/min
Referenzdruck bei 2,5 mm13,2 kN (Standardkies)
Wasserlagerung Dauer4 Tage (nach DIN EN 13286-47)
Prüftemperatur Labor20 ± 2 °C
Aufsatzgewicht bei Sättigungentsprechend Überdeckung
Protokoll nach NormDIN EN 13286-47 + RStO-Anhang

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein CBR-Versuch im Labor für eine Probe aus Weimar?

Der Labor-CBR an einer gestörten Probe liegt im Bereich 150 € bis 310 €, abhängig von Probenanzahl und ob die Proctordichte vorab bestimmt werden muss. Bei mehreren Proben aus einem Baufeld geben wir Staffelpreise. Der Feldversuch wird nach Aufwand abgerechnet, wir erstellen vorab ein Festpreisangebot.

Wie lange dauert die CBR-Studie für Straßenentwurf bis zum Bericht?

Die reine Prüfzeit im Labor beträgt vier Tage Wasserlagerung plus einen Tag für den Eindringversuch und die Auswertung. Inklusive Probenvorbereitung und Berichtserstellung rechnen Sie mit etwa sieben Werktagen. Bei Expressbedarf schaffen wir den Bericht in vier Tagen.

Muss der CBR-Versuch immer mit Wasserlagerung durchgeführt werden?

Nach RStO 12 und DIN EN 13286-47 ist die viertägige Wasserlagerung der Regelfall, weil sie den ungünstigsten Sättigungszustand simuliert. Nur bei grobkörnigen, wasserunempfindlichen Schottern kann in Absprache mit dem Bodengutachter darauf verzichtet werden. Wir legen das vorab mit Ihnen fest.

Für welche Bauvorhaben in Weimar ist der CBR-Wert relevant?

Überall, wo eine gebundene oder ungebundene Verkehrsfläche entsteht: Erschließungsstraßen, Radwege, Parkplätze, Autobahnzubringer. Auch für Baustraßen und Containerstellplätze verlangen viele Ausschreibungen inzwischen einen CBR-Nachweis. In Weimar betrifft das aktuell besonders die Neubaugebiete am Stadtrand und die Sanierung der Belvederer Allee. Mehr Info.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Weimar und Umgebung.

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