Die Triaxialzelle im Labor wird mit einer ungestörten Bodenprobe bestückt. Ein Stechzylinder aus dem Ilm-Auelehm oder dem verwitterten Muschelkalk unter Weimar. Dann fährt der Prüfrahmen langsam an. Seitendruck über Wassersäule. Vertikalspannung über den Stempel. So entstehen drei Versuche pro Serie. Nur so lassen sich Reibungswinkel und Kohäsion getrennt bestimmen. In Weimar mit seinen heterogenen Untergründen aus Löss, Travertin und Tonstein ist das kein akademischer Luxus. Wer hier ein Bauwerk plant, braucht verlässliche Kennwerte für den Grenzzustand. Eine reine Rahmenscherung liefert diese Genauigkeit nicht. Unser Labor arbeitet nach DIN EN ISO 17892-8 und DIN EN ISO 17892-9. Bevor der erste Bagger rollt, liegt der Boden bereits unter Spannung in der Zelle. Ergänzend setzen wir bei Aufschlüssen die Korngrößenanalyse ein, um das Korngerüst zu klassifizieren. Bei tiefen Baugruben in sensiblen Hanglagen kombinieren wir den Versuch mit der Böschungsstabilität. Denn die Stadt liegt am Rand des Thüringer Beckens, wo die Topografie keine Fehler verzeiht.
Getrennte Bestimmung von Kohäsion und Reibungswinkel – unverzichtbar für Böschungen und Fundamente im Muschelkalk Thüringens.
Methodik und Umfang
Örtliche Baugrundfaktoren
Die Baugrundverhältnisse zwischen dem dicht bebauten Ilmtal und den Erweiterungsflächen am Stadtrand unterscheiden sich massiv. Im Tal dominieren weiche Auelehme mit organischen Einschlüssen. Hier ist die undrainierte Kohäsion cu oft der einzig verlässliche Parameter, weil die Konsolidierung Jahre dauert. Am Hang, etwa in Oberweimar oder Ehringsdorf, herrscht dagegen steifer Tonstein vor, der bei Wasserzutritt aufweicht. Ein CD-Versuch zeigt hier den effektiven Reibungswinkel φ' – oft über 28° – und eine geringe Kohäsion c' nach Ausbau der Saugspannung. Falsche Annahmen führen zu überdimensionierten Stützwänden oder unterschätzten Verformungen. Die DIN 4020 verlangt für jede Bodenschicht mindestens drei Einzelversuche. Nur so entsteht eine belastbare Bruchgerade. Wer diese Werte ignoriert, riskiert Setzungen, die bei Weimars historischer Bausubstanz irreversibel sind.
Videomaterial
Geltende Normen
DIN EN ISO 17892-8, DIN EN ISO 17892-9, DIN 18137-2, DIN 4020, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2)
Weitere Fachleistungen
Triaxialversuch UU / CD
Drei Prüfzellen parallel in Betrieb. Konsolidierte und undrainierte Versuche. Elektronische Messwerterfassung mit Live-Diagramm des Spannungspfads. Bericht mit Mohrschen Kreisen und Bruchgerade.
Probenentnahme und Transport
Entnahme von Sonderproben in Stutzen oder Ausstechzylindern direkt auf Ihrer Baustelle in Weimar. Transport ins Labor innerhalb von 4 Stunden. Kühlkette und Erschütterungsschutz gewährleisten ungestörte Proben.
Typische Parameter
Häufig gestellte Fragen
Welche Bodenarten eignen sich für den Triaxialversuch?
Der Versuch eignet sich für bindige und rollige Böden. Bei Weimarer Auelehm und Tonstein ist er Standard. Für Kies mit Steinen über 20 mm ist der maximale Probendurchmesser (100 mm) entscheidend. Reiner Grobkies kann im Triaxialgerät nicht geprüft werden.
Wie lange dauert ein konsolidierter, drainierter Triaxialversuch?
Die Konsolidierungsphase dauert je nach Durchlässigkeit 24 bis 72 Stunden. Die Scherphase bei 0,005 mm/min benötigt weitere 2 bis 3 Tage. Insgesamt ist mit einer Woche Prüfzeit pro Probenserie zu rechnen.
Was kostet ein Triaxialversuch in Weimar?
Eine komplette Serie mit drei Einzelversuchen liegt je nach Aufwand und Probendurchmesser zwischen €1.840 und €2.100. Enthalten sind Probenvorbereitung, Versuchsdurchführung und der ausführliche Prüfbericht mit Bruchkriterium.
